Besuch der Trachtengruppe aus Akron / USA

Bereits 2015 hatte sich die Tanzgruppe des Deutschen Familien Vereins aus Akron zu einem Besuch in Europa angemeldet. Dass ein Aufenthalt in Speyer eingeplant ist, wurde schon bei unserem Besuch 2014 in den USA besprochen. Obwohl dieser Aufenthalt schon so lange vorgeplant war, waren wir doch überrascht als wir die Teilnehmerliste erhielten. 31 Personen im Alter zwischen 15 und 22 und

die Gruppenleiter und die wenigsten konnten Deutsch. Uns war schnell klar, dass so viele junge Leute ohne Deutschkenntnisse, bei unseren Mitgliedern nicht privat untergebracht werden können. Daher entschieden wir uns für die Jugendherberge in Speyer. Und die Teilnehmer der Reise waren begeistert.

Am 22. Juli konnten wir die Gruppe am Flughafen in Frankfurt begrüßen. Zum Mittagessen hatten wir uns in der Jugendherberge in Bacharach angemeldet und wollten mit der Fahrt dahin bereits einen

Teil von Deutschland zeigen. Leider merkten die Reiseteilnehmer erst in Bacharach wo sie sind. Denn nach 26 Stunden Reisezeit haben sie diese Fahrt und auch die Fahrt nach Speyer einfach verschlafen. Über das Mittagessen, die Burg und die schöne Aussicht haben sie sich richtig gefreut, zumal man sich in den USA „Good old Germany“ in etwa so vorstellt.

Zum Abendessen war die Gruppe im Haus Pannonia. Auf dem Programm stand nur „Barbecue und Party“. Das Abendessen schmeckte allen und bei der Party mit unseren Jugendlichen war von Müdigkeit und „Jetlag“ nichts zu spüren. Diese Auswirkungen waren erst am nächsten Morgen zu erkennen. Etwas müde und verschlafen begann ein Rundgang durch die Stadt und die Besichtigung von Dom und Altpörtel. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde das Programm kurzfristig durch einen Besuch im Freibad ergänzt.

Leider haben wir im Haus Pannonia noch keine Klimaanlage. Denn durch die hohen Temperaturen und die vielen Besucher hatte sich das Haus ganz gut aufgeheizt und sorgte dafür, dass die Erfrischung vom Nachmittag bei den Tänzern und Tänzerinnen bald aufgebraucht war. Trotzdem wollte die Gruppe eine tolle Premiere ihres Programms bieten. Bei den Tänzen zeigte die Gruppe eine Auswahl deutscher und ungarische Tänze, wobei diese überwiegend Choreographien der bekannten Tänze der ungarndeutschen Gruppen waren. Zum Abschluss hatten sie sich eine Tanzfolge nach modernen amerikanischen Musikstücken erarbeitet. Das gesamte Programm dauerte fast zwei Stunden und wurde vom Publikum mit Applaus belohnt. ln einer kurzen Ansprache bedankte sich der stellvertretende Vorsitzende Paul Nägl für den Besuch und den schönen Abend und bat das Publikum aus Rücksicht auf die durch geschwitzte

Gruppe auf eine Zugabe zu verzichten, was mit viel Applaus auch gewährt wurde. Nach dem Abendessen und vor der Fahrt zur Unterkunft war wieder Party angesagt und die Trachten mussten zum

Trocknen im Saal aufgehängt werden. Wir waren dieses Bild gewohnt, aber die noch teilweise anwesenden Besucher sahen nur noch ein Chaos von nassen Kleidungsstücken.

Für Sonntagmorgen war nur Frühstück und Zimmer räumen in der Jugendherberge, packen der erst halb trockenen Trachten im Haus Pannonia und ein kurzer Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt Speyer vorgesehen. Diesen Empfang im historischen Ratssaal gestaltete Hansjörg Eger wie einen Spaziergang in englischer Sprache durch die Geschichte der Stadt Speyer. Dies führte anschließend auch zu interessanten Gesprächen und zu weiteren Besichtigungen und Erklärungen im alten und neuen Trausaal (dem ehemaligen Archiv der Stadt Speyer). Abgerundet wurde dieser Empfang durch Getränke die die Stadt zur Verfügung stellte und belegten Brötchen aus dem Haus Pannonia. Diese Waren das Mittagessen, denn nach dem Empfang ging es nach Heidelberg und um 19 Uhr war die nächste Veranstaltung in Mosbach.

Wenn man sich fragt, wie man diesen Aufenthalt bewerten soll, dann vielleicht mit einem Hinweis auf das Wetter. Wir hatten während des gesamten Aufenthalts in Speyer tolles Sommerwetter. Aber als wir uns von der Gruppe in Heidelberg verabschiedeten begann es zu regnen.

Text: Paul Nägl / Fotos: Kurt Heberger (Übernommen aus „Donaudeutsche Nachrichten“ Folge 4 / September 2016)

Besuch aus Akron / Ohio

Nach 2004 und 2010 stand nun im Juli 2016 die dritte Europareise der Jugendgruppe des Deutschen Familienvereins Akron auf dem Plan. Vom 22. Juli bis zum 08.August waren 29 Jugendliche sowie 5 Gruppenleiter/Betreuer auf Reisen in Europa – die Stationen waren Speyer, Mosbach, Sindelfingen, Crailsheim, Spaichingen, Ulm, München, Wien und Budapest.

Einen kleinen Einblick in die Tage in Speyer möchte ich Ihnen nun geben: Seit vielen Jahren nimmt die Donaudeutsche Trachtengruppe Speyer Gruppen aus dem Ausland auf, die auf Europareise sind – egal ob das Tanz-, Theater- oder Musikgruppen sind. So fuhren wir auch am 22. Juli mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen um die Jugendgruppe des Deutschen Familienvereins in Akron in Empfang zu nehmen. Die eine oder andere Bekanntschaft hatte man bereits in der Vergangenheit gemacht und so freuten wir uns auf ein Wiedersehen. Auch der Bus war schnell gefunden und mit Hilfe des Busfahrers Lazio wurde alles sicher verstaut. Aber es ging nicht direkt zurück ins Haus Pannonia, denn zum Mittagessen fuhren wir entlang des Rheins nach Bacharach. ln der dortigen Jugendherberge „Burg Stahleck“ gab es für die Gruppe ein leckeres Mittagessen. Auf der Fahrt nach Speyer war es dann sehr still im Bus, die lange Anreise und der Jetlag taten ihr Übriges: die einzigen wachen Personen im Bus waren der Busfahrer und die zwei Begleiter aus Speyer.

In Speyer angekommen fuhren wir direkt zur Jugendherberge damit die Zimmer bezogen werden konnten. Nach ersten kleineren Erkundungstouren rund um die Jugendherberge und einer kleinen Erfrischung, ging es dann ins Haus Pannonia. Dort hatten die fleißigen Helfer ein Grillbuffet (oder wie die Amerikaner sagen würden Barbecue) aufgebaut. Nachdem alle gestärkt waren, ging es dann „der Musik nach“ in den Jugendraum, wo die Jugendlichen der Speyerer Gruppe eine kleine Party organisiert hatten.

Am zweiten Tag besichtigten wir zusammen mit unseren amerikanischen Gästen die Stadt Speyer. Aufgrund der sehr sommerlichen Temperaturen beschränkten wir die Stadtführung auf ein Minimum und gaben allen, nach dem obligatorischen Besuch im Dom und im Altpörtel Freizeit die Stadt – insbesondere die Hauptstraße – auf eigene Faust zu erkunden. Gerüchten zu Folge haben die meisten die Freizeit in der Brauerei verbracht. Mittlerweile war es dann sehr heiß und schwül geworden – und als hätte Paul Nägl es geplant hat das perfekt zum geplanten Programm gepasst: denn der nächste Programmpunkt hieß Freibad! Als perfekte Vorbereitung für den am Abend geplanten Folklore-Abend ließen wir alle im Freibad die Seele baumeln und wollten freiwillig gar nicht mehr aus dem kühlenden Nass raus.

Am Abend hatte die Jugendgruppe dann die Möglichkeit ihr Programm zu zeigen. Rund zwei Stunden lang zeigten die Mitglieder der Tanzgruppe Tänze aus Deutschland, Ungarn und Amerika und auch das ein oder andere Lied wurde zum Besten gegeben. Bei vielen der Tänze juckte es den anwesenden Speyerer Tanzgruppenmitgliedern in den Füßen – hätten wir doch vieles auch mittanzen können. Nach einem gemeinsamen Abendessen waren alle recht schnell wieder im Jugendraum zu finden, wo die Musik erneut bis Mitten in die Nacht aufgedreht wurde. Am Sonntag dann war schon der letzte Tag in Speyer angebrochen. Morgens wurde der Bus wieder beladen – erst an der Jugendherberge mit Gepäck, dann im Haus Pannonia mit den Trachten.

Anschließend ging es ins Rathaus, denn es stand der Empfang beim Oberbürgermeister Hansjörg Eger auf dem Plan. Herr Eger wiederum überraschte die Jugendlichen und deren Betreuer mit seiner offenen Art und mit einem komplett auf Englisch gehaltenem Empfang. Zum Abschluss durften sich alle sogar noch den historischen Trausaal anschauen. Den Nachmittag verbrachten wir dann noch zusammen in Heidelberg und schlenderten durch die Altstadt. Dann verabschiedeten wir unsere Gäste, denn für sie ging es weiter nach Mosbach – dort stand am Abend schon der nächste Auftritt an. Viele Umarmungen, geschüttelte Hände und Versprechen sich bald wieder zu sehen später, saßen dann alle im Bus. Noch einmal ein lautes Hupen vom Busfahrer und schon waren sie auf dem Weg nach Mosbach.

Zusammenfassend blicken wir auf 3 schöne Tage in Speyer zurück, die allen Beteiligten gefallen haben. Mittlerweile ist die Gruppe auch wieder zurück in den Staaten und hat sich nochmals für alles bedankt und träumt den Erlebnissen in Europa hinterher.

Text: Sandra Peric (Übernommen aus „Donaudeutsche Nachrichten“ Folge 4 / September 2016)

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