Das Haus Pannonia

Kleines Heimatmuseum im Haus Pannonia

Im Westen der Stadt Speyer, am Ende der Friedrich-Ebert-Straße, liegt das Donaudeutsche Kultur- und Trachtenheim Haus Pannonia – ein Haus mit Geschichte, mit Seele und mit gelebter Gemeinschaft. Zugleich versteht sich das Haus ganz bewusst als offenes Haus der Begegnung für Vereine, Gruppen und Menschen aus Speyer und der Region.

Errichtet wurde das Haus im Jahr 1982 in der Trägerschaft des Landesverbandes. Mit außergewöhnlichem Engagement, großem Idealismus und tiefer Verbundenheit zur gemeinsamen Heimatgeschichte haben Mitglieder und Freunde der Donaudeutsche Landsmannschaft Speyer dieses Haus in beeindruckender Eigenleistung geschaffen. Geld- und Sachspenden sowie unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden machten möglich, was bis heute trägt: einen Ort, der Erinnerung bewahrt und zugleich Raum für Begegnung, Austausch und Zukunft bietet. Die Bewirtschaftung des Hauses und die daraus erzielten Erlöse bilden bis heute das Fundament für seinen dauerhaften Erhalt.

Von Beginn an war das Haus Pannonia nicht nur als Vereinsheim gedacht, sondern als lebendiger Treffpunkt mit offenen Türen. Neben dem eigenen Vereinsleben finden hier zahlreiche weitere Vereine, Gruppen und Initiativen eine Heimat. So probt das Akkordeonorchester Sogno-Ranzenberger regelmäßig im Haus Pannonia, ebenso nutzt der Gesangverein Frohsinn die Räumlichkeiten für seine Chorproben. Seit vielen Jahren ist außerdem die Sprachschule „Elka“, die sich auf speziellen Sprachunterricht für Seniorinnen und Senioren spezialisiert hat, im Haus Pannonia ansässig und ein fester Bestandteil des vielfältigen Angebots.

Das Haus Pannonia ist zugleich Mittelpunkt des Vereinslebens. Jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr kommen Mitglieder, Mitarbeitende und Freunde zum Vereinsabend zusammen – zum Austausch, zum Miteinander und zur Pflege der Gemeinschaft. An jedem 1. und 3. Sonntag im Monat ist das Haus von 10.00 bis 12.00 Uhr zum geselligen Frühschoppen geöffnet. An ausgewählten Sonntagen laden wir darüber hinaus zu gemeinsamen Mittagessen sowie zu Kaffee und Kuchen am Nachmittag ein – in herzlicher, familiärer Atmosphäre.

Darüber hinaus steht das Haus Pannonia zahlreichen Vereinen, Gruppierungen und auch Einzelpersonen offen. Die ansprechenden und vielseitig nutzbaren Räumlichkeiten werden für Feiern, kulturelle Veranstaltungen, Begegnungen und gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt. Für die unterschiedlichsten Anlässe stehen ein Raum im Kellergeschoss für etwa 25 Personen, der Gastraum im Erdgeschoss für bis zu 60 Gäste sowie ein großzügiger Saal für Veranstaltungen mit bis zu 120 Personen zur Verfügung.

Die ruhige Lage und der weitläufige Außenbereich laden zum Verweilen ein. Hier ist Raum für Gespräche, Begegnungen und Feste – und für Kinder Platz zum Spielen, Lachen und unbeschwerten Dasein.

Im Dachgeschoss des Hauses befindet sich ein liebevoll gestaltetes Museum. Bilder, Gegenstände und Trachten aus der alten Heimat sowie eine nachgebildete Wohnstube erzählen vom Alltag, vom Leben und von den Wurzeln der Donaudeutschen. Sie machen Geschichte greifbar und geben ihr ein Gesicht.

Vor dem Haus Pannonia erinnert eine Gedenkstätte an das Ende der über zweihundertjährigen Siedlungsgeschichte der Donaudeutschen. Sie steht für Erinnerung und Verlust – aber auch für Zusammenhalt, Identität und die Verantwortung, dieses kulturelle Erbe lebendig zu bewahren und weiterzugeben.